Im Dienst der gesunden Ernährung

Landratsamt und Gewerbliche Schule Backnang kooperieren – Kompetenzzentrum Ernährung wurde gestern präsentiert Mit einem kleinen Festakt an der Gewerblichen Schule wurde gestern das neue Kompetenzzentrum Ernährung eröffnet. Die Kooperation zwischen Landratsamt und Gewerblicher Schule nutzt Synergieeffekte und bündelt Kompetenzen. In vier neu gestalteten Räumen finden künftig Infoveranstaltungen, Fortbildungen und Kochkurse statt.

Artikel von Annette Hohnerlein, Backnanger Kreiszeitung

Eine Idee, die eigentlich aus der Not heraus geboren wurde. Mit dem Umzug des Geschäftsbereichs Landwirtschaft des Landratsamtes von der Hohenheimer Straße in die Erbstetter Straße ergab sich die Notwendigkeit, externe Räume für Unterricht, Seminare oder Workshops zu suchen, weil dafür im neuen Domizil kein Platz ist. In der Gewerblichen Schule wurde man fündig. Deren Fachbereich Nahrung wird in Zukunft mit den Fachleuten des Landratsamtes in den Themenbereichen Ernährung, Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion kooperieren und gemeinsame Räume nutzen.

Eine Win-win-Situation, wie Dr. Isolde Fleuchaus, Leiterin der Gewerblichen Schule, den rund 30 Gästen erläuterte. Wenn viele sich zusammentun, komme ein Vielfaches mehr dabei heraus als die Summe der einzelnen Fähigkeiten.

Landrat Johannes Fuchs berichtete in seiner Einführung, die Landfrauen, die die alten Räume ebenfalls für Veranstaltungen nutzten, seien ihm „gewaltig ins Kreuz gestanden“. „Unsere Schulküche geben wir nicht her.“ Nach mehreren Gesprächen, in denen nach einem Kompromiss gesucht wurde, seien mit der jetzigen Lösung deutlich bessere Bedingungen geschaffen worden. Alle Beteiligten könnten nun auf die Ressourcen beider Institutionen zurückgreifen.

Nach der Eröffnung im neu ausgestatteten, aufteilbaren Veranstaltungsraum wurden die Gäste in den in freundlichen Farben gestalteten Verkaufsraum mit Kalt- und Warmtheke geführt. In der Profiküche erläuterte Ingrid Möhrle, technische Lehrerin der Schule, wie im Rahmen der Fachverkäuferausbildung für das Bäcker- und Fleischerhandwerk ein Schülerprojekt aussehen kann: Zum Beispiel die Ausführung eines Cateringauftrags. Das Landratsamt nutze die Küche auch für die Veranstaltung „Männer kochen vegetarisch“. Die Investition für die Renovierung und Ausstattung der vier Räume des Kompetenzzentrums Ernährung in Höhe von 72000 Euro teilten sich das Landratsamt, die Gewerbliche Schule und die Rems-Murr-Kreis Immobilien-Management GmbH.

Damit Besucher die Räume, die sich auf drei Etagen der ohnehin schwer zu überblickenden Gewerbeschule verteilen, leichter finden, hatte die Malerabteilung große Hinweisschilder angefertigt. Als weitere Orientierungshilfe wurden in den Gängen ansprechende Grafiken angebracht, die Gewerbeschullehrer Rolf Huber aus Fotografien gestaltet und mit Schülern zusammen umgesetzt und aufgehängt hatte. Zum Schluss der Veranstaltung wurde in der sogenannten kleinen Küche, in der Kinderkochkurse abgehalten werden, ein Imbiss angeboten, den die Integrationsklasse der Bäcker vorbereitet hatte. Fleuchaus und Fuchs schnitten eine große Cremetorte an.

Schneiden gemeinsam eine Cremetorte an: Schulleiterin Isolde Fleuchaus und Landrat Johannes Fuchs (von rechts). Foto: E. Layher

Schneiden gemeinsam eine Cremetorte an: Schulleiterin Isolde Fleuchaus und Landrat Johannes Fuchs (von rechts). Foto: E. Layher
Schneiden gemeinsam eine Cremetorte an: Schulleiterin Isolde Fleuchaus und Landrat Johannes Fuchs (von rechts). Foto: E. Layher

Die Bedeutung von Balance

Projekttage an der Gewerblichen Schule wurden vom Schulfest gekrönt

Rund 500 Schüler waren bei den Projekttagen der Gewerblichen Schule Backnang schularten- und klassenübergreifend in 29 Projekten aus künstlerischen, sozialen und technischen Bereichen tätig.

So konnte man am Ende des zweiten Tages bei der Projektpräsentation selbst hergestellte Seife begutachten, den Teilnehmern verschiedener Tanzgruppen zujubeln oder bei der Kunstausstellung die Werke künftiger Künstler bestaunen. Für jeden war etwas dabei: Selbst konstruierte Langbogen und Pfeile begeisterten ebenso wie die Ergebnisse des Fotoshootings oder des Gitarrenkurses, manche Schüler ließen sich zum Ersthelfer ausbilden oder veranstalteten ein Tischkickerturnier. Außer Haus wurde in einer Vielzahl von Projekten im Holzofen gebacken, die Technikausstellung Backnangs bestaunt, ein Fahrsicherheitstraining absolviert und im Freien geklettert oder auf der Slackline balanciert.

Wie wichtig eine Balance im Leben ist, konnten die Schüler beim anschließenden Kulturtag feststellen. Die SMV hatte hierfür eine Serie von Vorträgen rund um das Thema „Sucht und Sicherheit" organisiert und dazu mehrere Gastredner und auch Betroffene eingeladen, die von ihrem Weg in und aus der Drogen-, Alkohol- oder Spielsucht berichteten. Für die Schüler war dies ein Erlebnis, das sie zum Nachdenken über ihr eigenes Verhalten und das anderer in diesen Bereichen angeregt hat. Viele bedankten sich bei den Betroffenen für deren Ehrlichkeit und Offenheit in Bezug auf Werdegang zum Süchtigen und die Probleme, mit denen man als Süchtiger zu kämpfen hat. Gekrönt wurden die Projekttage vom alljährlich auf dem bewegten Pausenhof stattfindenden Schulfest, zu dem die Schulleitung geladen hatte: Für Jeden gab es Wurst, Getränke und strahlenden Sonnenschein kostenlos!

40 Schüler erlangen die Fachschulreife an der GSBK

Neues Modell hat sich bewährt

Nach der schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung haben die Schülerinnen und Schüler der gewerblich-technischen Berufsfachschule ihr Ziel erreicht. Mit der Fachschulreife erlangten sie nicht nur den Mittleren Bildungsabschluss, sondern gleichzeitig eine praktische Grundausbildung in den Profilfächern Elektro-, Metall- und Fahrzeugtechnik, die ihnen den Weg in die Berufsausbildung oder auf eine weiterführende Schule, wie beispielsweise das Technische Gymnasium, erleichtert. Hohe Schülerzahlen und die erfolgreichen Fachschulprüfungen der letzten Jahre zeigen, dass die Zweijährige Berufsfachschule eine bewährte Alternative zum Erlangen der mittleren Reife darstellt. Mit dem dieses Schuljahr gestarteten Flexibilisierungsmodell, d.h. mit gesonderten Fördermaßnahmen und Team-Teaching, wurden die Jugendlichen im Zuge des neu angelaufenden Ganztagesbetriebs in dieser Schulart individuell gefördert und gezielt auf die Anforderungen von Schul- und Berufsleben vorbereitet.

Die Schulleitung und das Kollegium der Gewerblichen Schule Backnang gratulieren den Absolventen der

2BFE2: Kudret Demir, Alexandra Ebert (B), Linda Eder, Daria Fritz, Lena Hägele (B), Marc Held (B), Jeremy Holst (B), Timo Hörmann (P), Louis Ischinger, Raffael Ischinger (B), Stefan Klenhart, Tom Lehmann (P), Stefan Loos, Eric Löwen, Fabian Schäfer, Benjamin Schmidt (P), Andreas Schwarzkopf, Michael Suta, Hannes Ufschlag, Markus Wöhlmann

sowie der 2BFM2: Michael Bauer, Yannik Elke, Karim Frazze, Mareike Haug (P), Nico Hilt, Falko Janotta (B), Alexander Kanzler, Kevin Karkos, Sedat Kaya (B), Markus Koch (B), Steven Kraske, Murat Kurt, Domenico Marino, Tatjana Müller (P), Timon Renz (P), Lucas Rohde, Tobias Schmid, Yannik Schmidt (B), Gentian Tota, Robin Wirsching.

Die Fachschule für Technik in Backnang verabschiedet 24 staatlich geprüfte Techniker- Fachrichtung Maschinentechnik.

Große Freude und viel Stolz waren bei der Verabschiedung der staatlich geprüften Techniker zu spüren, Freude über die erfolgreiche Zeit an der Fachschule und Stolz über die herausragenden Leistungen. Der Kursdurchschnitt lag bei 1,9!

Die Absolventen bekamen im Zuge der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der Übungsfirma FTB ihre Zeugnisse überreicht (siehe Pressespiegel).

Den Titel „Staatlich geprüfter Techniker" tragen ab dem 12.7.2012:

Markus Appel (B), Jonas Augustin (B), Simon Bernunzo (B), Jonas Buchfink (P), Samuel Ebinger (B), Manuel Essl (P), Daniel Figel (B), Mathias Frisch (P), Christian Haag (P), Patrick Heinz (P), Alexander Krumbach (P), Tobias Kürner (P), Tobias Lachnitt (B), Thomas Ladig (B), Alexander Lerch (B), Felix Mangold (P), Benjamin Nowusch (P), Sebastian Schmidt (B), Raphael Schneller, Mischa Simmendinger (P), Martin Sommer (B), Lukas Weber (P), Adrian Wieland (B), Sandra Wiesenmaier (P)

„Es trifft die kleinen und mittleren Firmen"

Fachkräftemangel war das Thema einer Diskussionsrunde in der Gewerblichen Schule – 10 Jahre Übungsfirma an der Fachschule für Technik: Das wurde gestern zusammen mit der Zeugnisausgabe an den aktuellen Techniker-Jahrgang gefeiert. Bei einer Podiumsdiskussion beleuchteten Vertreter von Wirtschaft, Handwerk und Schule das Thema Fachkräftemangel.

Gelungene Präsentation: Vier aktuelle Abgänger der Backnanger Technikschule stellten ihr Modell des Kommunikationssatelliten vor, das sie in der Übungsfirma entwickelt und produziert haben.

Gibt es ihn denn überhaupt, den viel diskutierten, angeblichen Fachkräftemangel? Auf diese provokante Frage von Moderator Nils Graefe beeilten sich die Vertreter des Mittelstandes, ihre diesbezüglichen Sorgen drastisch zu schildern. Die Frage war nur zu berechtigt, hatte doch beispielsweise Geschäftsführer Markus Höfliger von der gleichnamigen Firma in Allmersbach im Tal zuvor geschildert, dass 70 und mehr Bewerbungen auf einen Ausbildungsplatz keine Seltenheit sind. Ähnlich hatte sich auch die kaufmännische Geschäftsführerin der Marbacher Firma Hainbuch, Sylvia Rall, geäußert.

„Natürlich haben wir ein Fachkräfteproblem", betonte Claus Paal, Unternehmer, IHK-Präsident und Landtagsabgeordner. „Es trifft die kleinen und mittleren Firmen." Sie stehen in harter Konkurrenz um den Nachwuchs mit den Konzernen in unserer Region. „Die Schmerzgrenze ist erreicht", formulierte Paal und sprach von 200000 fehlenden Fachkräften in Baden-Württemberg.

Für Moderator Graefe Grund genug, die Podiumsteilnehmer mit der Zahl von 20000 arbeitslosen Ingenieuren zu konfrontieren. Eine Zahl, die Markus Höfliger sofort relativierte. Im Maschinenbau beispielsweise fehlten Ingenieure und Facharbeiter en masse. Er sprach aus ureigener Erfahrung. Die Lücke an Fachkräften bremse auch das Wachstum seines Unternehmens erheblich.

Herbert Hofmaier, Kreishandwerksmeister aus Backnang, lenkte den Blick auf das Handwerk, das erheblich unter Nachwuchsmangel leide: „Wir müssen um jeden Lehrling kämpfen." Hofmaier sagte es in aller Deutlichkeit: Für das Handwerk blieben oft die Auszubildenden, „die woanders nicht unterkommen". Auf der einen Seite Unternehmen, die händeringend Nachwuchs suchen; auf der anderen Seite Jugendliche, die auf der Straße stehen. Ein Spannungsfeld, auf das Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus einging. Während beispielsweise die Absolventen der Technikerschule gefragt sind, gibt es an der Gewerblichen Schule auch ganz andere Beispiele. Fleuchaus nannte die leistungsschwächeren Schüler in der Berufsvorbereitung und schreckte nicht vor unmissverständlichen Worten zurück: „Die will keiner." Ein fatales Signal an die Betroffenen. „Die drehen Warteschleife um Warteschleife."

Was tun gegen den Nachwuchsmangel? Kreishandwerksmeister Hofmaier setzt zur Lösung des Problems auch auf Abiturienten, die erst einmal ein handwerkliche Lehre machen, bevor sie an die Hochschule gehen. Allzu viele sind das bisher aber nicht, räumte er ein. Sylvia Rall, Markus Höfliger und vor allem Claus Paal brachen eine Lanze für den Mittelstand. „Das macht wirklich Spaß", sagte Paal. Der Mittelstand biete den Mitarbeitern alles und auch die Bezahlung müsse den Vergleich mit der Großindustrie nicht scheuen.

Dass er recht haben mag, machte Daniel Gruber deutlich. Der junge Mann ist vor wenigen Jahren von der Technikerschule abgegangen und arbeitet seit drei Jahren bei Rogatti Bewegungstechnik.

Vier seiner Nachfolger als Abgänger der Technikerschule hatten zuvor eine bemerkenswerte Projektarbeit ihres Jahrgangs vorgestellt: Eine originalgetreue Nachbildung des Heinrich-Hertz-Kommunikationssatelliten, der 2018 in den Orbit geschossen werden soll. Manuel Essl, Mischa Simmendinger, Tobias Kürner und Alexander Krumbach beeindruckten mit ihrer Präsentation das vielköpfige Publikum.

Ein ganz besonderer Anlass waren 10 Jahre Übungsfirma ÜFA auch für den langjährigen ehemaligen Konrektor der Gewerblichen Schule, Reiner Immik. Er ist Mitbegründer der Übungsfirma und stellte deren Anfänge und Entwicklungen vor. Gruß- und Dankesworte sprachen Landtagsabgeordneter Gernot Gruber und Dr. Michael Vogt vom Schulträger, dem Landratsamt.

 

Artikel von Peter Wark, Backnanger Kreiszeitung

Fotos: J. Fiedler


Fotos: J. Fiedler

Erfolgreiche Auszubildende an der Gewerblichen Schule Backnang ausgezeichnet

Es wird leise im Festsaal des Berufsschulzentrums Backnang, als die Schulleiterin der Gewerblichen Schule, Dr. Isolde Fleuchaus, ans Rednerpult tritt. Zuvor hatten sich Auszubildende, Eltern, Lehrer und Ausbildungsvertreter in einem freudigen Durcheinander und mit strahlenden Augen begrüßt. Die Erleichterung, dass bei den Prüfungen alles gut gegangen war, mischt sich mit dem Stolz aller daran Beteiligten auf die erbrachte Leistung.

Eine Leistung, die sich sehen lassen kann. „Von 182 zur Prüflingen haben 44 einen Preis und 31 eine Belobigung erhalten", verkündet Fleuchaus freudig und fügt hinzu, dass auch alle des 22 Mann starken Durchgangs des dreijährigen Berufskollegs im Bereich Kfz-Mechatronik bestanden haben. Eine Preisträgerin ist Anja Bäuchle, die im Namen aller Gesellen und Gesellinnen, die ihre Berufsausbildung in den Bereichen Nahrung, Farbe, Metall, Kfz, Elektronik und Fachinformatik erfolgreich abgeschlossen haben, ihren Dank ausspricht und die Zeit der Ausbildung in Schule und Betrieb mit den damit verbundenen Höhen und Tiefen revue passieren lässt.

Doch nun gilt es, den Blick nach vorn zu richten, denn es stehen die praktischen Prüfungen an, die den endgültigen Abschluss der Ausbildungszeit und gleichzeitig den Start ins Berufsleben markieren. Und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt stehen gut: „Aufgrund des einsetzenden Fachkräftemangels gehören Sie der Gewinnergeneration an", so Herbert Titze, der es sich als Vertreter der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr nicht nehmen ließ, den Prüflingen seine Glückwünsche zu überbringen.

Dass während der Ausbildungszeit nicht nur auf die fachliche und sachliche Kompetenz Wert gelegt wird, zeigt der Sonderpreis für besonderes soziales Engagement, den der Vorsitzende des Fördervereins der Gewerblichen Schule, Karl Kaufmann, an Lucas Weigel (Siegmar Koblitz Konstruktionsbüro) überreichte. Den Scheffelpreis für herausragende Leistungen im Fach Deutsch erhielt die Feinwerkmechanikerin Lisa Lang (Kellner GmbH).

Folgende Absolventen haben die Prüfung mit Auszeichnung bestanden:

Industriemechaniker

Eitle, Patrick (B), Koch, Jens (B), Lerch, Tobias (B), Schüßler, Lisa (P), Veitinger, Martin (P) (alle Robert Bosch GmbH); Märtterer, Michael (P), Hunker, Nico (P), Lehnert, Marc (P) Osswald, Ines (B), Wiener, Pascal (P) (alle Alfred Kärcher GmbH & CO KG); Pflugfelder, Fabian (P), Till, Colin (P) (alle Harro Höfliger GmbH); Ade, Markus (P), Huhnen, Kevin (B), Mai, Patrick (B), Schilling, Mike (B), Wolmuth, Mario (P) (alle Herman Erkert GmbH); Burkhardtsmaier, Simon (P), Neubert, Philipp (P), Pena, Rico (P), Vosshage, Patrick (P) (alle Sortimat GmbH); Kasten, Benedict (P), Krieg, Dennis (P) (alle SMA Metalltechnik GmbH & Co KG)

Feinwerkmechaniker

Grüll, Dennis (B) (Fritz GmbH); Hinderer, Benjamin (P) (Steiner Maschinenbau GmbH); Lang, Lisa (P) (Kellner GmbH); Traub, Christian (P) (Huttelmaier GmbH)

Bäcker/-in

Behrens, Falk (P) (Bäckerei Kessel); Charalampidis, Nicolas (B) (Holzofenbäckerei Weller & Munz GmbH); Goller, Lisa (B) (Bäckerei Tauberschmidt); Havranek, Fabian (Bäckerei John); Höfer, Chris (B) (Bäckerei-Konditorei Wiedmaier GmbH); Knoll, Jochen (P) (Bäckerei Übele); Pastor, Julia (P) (BBQ Berufl. Bildung GmbH);

Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk Bäckerei

Cortese, Marilyn (P), Deiss, Sarah (B), Gueli, Ester (B) (alle Schöllkopf Backwaren GmbH); Geldmann, Francesca (P), Kroschwald, Vanessa (B) (beide Mildenberger KG); Grimmeisen, Saskia (P), Kanduru, Dilan (B) (beide Konditorei Wohlgemuth GmbH); Rotundo, Cristina (B), Stender, Lisa (P) (beide Wiedmaier GmbH); Deckert, Laura (P), Schwarz, Frieda (beide Gerhard Weller); Loichinger, Sarah (P) (Scholl´s Backstube), Krathwohl, Simone (P) (Georg Hattmann); Weigele, Sonja (P) (Weigele GmbH); Braun, Corinna (B) (Werner Maurer GmbH); Lack, Jenny (B) (Andreas Wolf); Lehrer, Sabrina (B) (Schreiber GmbH); Schleger, Jessica (B) (Theophil Schulze)

Fleischer

Scheib, Deniz (P) (Landmetzgerei Lindauer); Torregrossa, Salvatore (P) (Metzgerei Kübler)

Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk Fleischerei

Gorbenko, Gabriela (P) (real-SB Warenhaus, Waiblingen); Hilt, Alexander (P) (EDEKA Aktiv-Markt, Weissach im Tal)

Maler /-in und Lackierer/-in

Bäuchle, Anja (P), Kusnierz, Marcel (B) (beide Fa. Leibbrand); Batukan, Celebi (B) (Maler Fischer); Bertsch, David (B) (Maler Bertsch); Paul, Andreas (P) (TS Farben Maler); Vernhaus, Domenic (B) (Walter Köngeter)

Elektroniker für Geräte und Systeme / Industrieelektriker

Häder, Sascha (B) (Fa. Vossloh-Schwabe); Hentschel, Stefan (B) (Fa. Föhl); Stadel, Louis (Fa. Murrelektronik)

Göhringer, Pierre (P), Maier, Rainer (B) (beide Fa. TRW); Klitschke, Felix (P) (Tesat Spacecom)

Fachinformatiker

Hutzel, Florian (P), König, Sebastian (P), Raithle, Nadine (P), Stoupas, Kosta (alle Finanz Informatik GmbH & Co. KG); Jakubeit, Michael (P) (Peter Hahn GmbH); Joecks, Dominik (P) (Indasys Connectivity GmbH); Gialidis, Theodoros (B) (d&b audiotechnik); Köngeter, Patrick (P) (Sauter & Held GmbH); Kühn, Tatjana (TRW Automotive GmbH); Weigel, Lucas (Siegmar Koblitz Konstruktionsbüro)

Bemerkenswerte Reife und Spielfreude

Theater-AG des Berufsschulzentrums schickt den kleinen Prinzen auf märchenhafte Reise – Proben zogen sich über ein Jahr hin

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Das populärste Zitat aus dem modernen Märchen „Der kleine Prinz“ ist die Aussage des Fuchses, den der Prinz während seiner Reise trifft. Eine Reise, die eine Suche nach Freundschaft ist. Ein Flug zu Asteroiden, letztlich eine Reise zur Erde über viele bittere Erkenntnisse hinweg, die am Ende aber doch Hoffnungen weckt. Zunächst stand für die Theater-AG des Berufsschulzentrums die zentrale Frage im Raum: wie lässt sich solch eine märchenhafte Reise auf die Bühne bringen? Nach der Premiere stand fest – sie hat einen beeindruckenden Weg gefunden, ihr Publikum mitzunehmen. Frei nach Antoine de Saint-Exupéry führte die AG die Zuschauer in den drei Schulveranstaltungen sowie in der Abendveranstaltung im Bürgerhaus in eine Welt, in der das moderne Erwachsenen-Märchen seine Aussagekraft, auch dank einem starken Ensemble, entfalten konnte. Die Theater-AG ist ein schulartübergreifendes Gemeinschaftsprojekt der Eduard-Breuninger-Schule, der Gewerblichen Schule und der Anna-Haag-Schule. Die AG wird von Zita Kästle, Claudia Braun, Astrid Schreiber und Mathias Roehrl geleitet, die es wieder verstanden haben, ein ausdrucksstarkes Ensemble zu motivieren und zu unterstützen. Nach den Inszenierungen antiker Stoffe zeugt ihre neueste Inszenierung von einer Reife und Spielfreude, die bemerkenswert ist. Um keinen Einfall verlegen, präsentierten sich erneut Schüler so, als sei es für sie das Natürlichste, auf der Bühne zu stehen. Über das Schuljahr hinweg, zeitweise gar an Wochenenden wurde geprobt, am Bühnenbild gearbeitet, mit multimedialen Elementen experimentiert, Klang- und Soundelemente, Licht- und Schattentechniken getestet. Die Tiefe des Märchens wurde intensiv ausgelotet: die Lebensfreude und erdrückend kindliche Naivität des Prinzen verkörperte Luzie Knöller (11.Klasse) vorzüglich. Ihre stete Präsenz fiel nicht zu dominant aus, da die schauspielerischen Leistungen ihrer Reisebegegnungen dem in nichts nachstanden. Der kleine Prinz stammt nicht von der Erde, sondern von einem Asteroiden. So erzählt er dem zunächst sperrig wirkenden Bruchpiloten – in seiner anfänglichen Skepsis gegenüber dem Prinzen wunderbar gespielt von Constantin Vockeroth – in der Wüste von seiner Reise. Auf seinem Planeten war er hauptsächlich damit beschäftigt, Vulkane zu reinigen. Einmal war auf dem Planeten des kleinen Prinzen eine Blume (farbenprächtig dargestellt von Hanna Deichler) gewachsen. Sie enthüllte sich gerade zur Stunde des Sonnenaufgangs. Die Offenbarung des Grundmotivs: sie ist eitel, „man darf ihr nicht zuhören, man muss sie anschauen und einatmen“. Auf seiner Suche nach wahrer Freundschaft besucht er weitere Asteroiden. Doch es wird eine ernüchternde Reise. So trifft er eine Reihe von einsamen Personen: einen König (Michaela Durst) mit seinem devoten Gefolge; die personifizierte Eitelkeit (Sandra Foglszinger), die ihn nur oberflächlich als Bewunderer sieht und mit frech-frivolen Tanzeinlagen dem Körperkult huldigt. Weiter einen Geschäftsmann (Christian Aldinger), der behauptet, die Sterne besitzen zu können. So begegnet der Prinz immer wieder Menschen, die nur mit sich selbst beschäftigt sind. Der Einzige, den der kleine Prinz versteht, ist der pflichtbewusste Laternenanzünder. Nena Taherkani spricht diese Figur in einem roboterhaften Duktus, der die Funktionalität von automatisierten Abläufen unterstreicht. Die Enttäuschung des Prinzen wächst. Er trifft den Geografen (Mareike Glock), der riesige Wälzer schreibt, in denen jedoch zum Kummer des Prinzen die wichtigen Dinge des Lebens nicht beschrieben werden. Der Geograf sieht vieles, sucht aber nicht nach Erklärungen, dokumentiert lediglich. Er rät dem kleinen Prinzen, die Erde zu besuchen. Hier, nach einem Gespräch mit einer klugen Schlange, durchquert er die Wüste und trifft schließlich den Fuchs. Eine intensive Szene, die Melissa Klenk in ihrer Rolle als Fuchs einfühlsam spielt. Der erklärt ihm: „Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“ und verrät dem Prinzen sein Geheimnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Der Fuchs versteht die Sehnsucht des Prinzen. Doch in der Freundschaft liegt auch eine Aufgabe: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Am Ende beißt ihn die Schlange. Er fällt in den Sand und ist am nächsten Tag verschwunden. Der Flieger hat unterdessen sein Flugzeug repariert und kehrt in seine und zugleich unsere Welt zurück. Für den Prinzen ist die Reise zu Ende, de Saint-Exupérys Plädoyer zur Freundschaft hingegen ist geradezu zeitlos. Am Ende gehörte der Applaus auch den zahlreichen Darstellern, die als Erzähler und zugleich Pillenhändler (Ralf Speer), eitel strippendes Volk, als angekettete Ratte, blühende Rosen, Fahrgäste und Bühnenhelferinnen glänzen durften.   -Artikel der Backnanger Kreiszeitung-Foto: Privat

Foto: privat
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And the Oscar goes to...

Unter dem Motto “TG goes Hollywood” feierte der Abijahrgang der Gewerblichen Schule Backnang am Freitag im Bürgerhaus beim Abiball die bestandenen Prüfungen

Es ging zu wie bei der Oscarverleihung in Los Angeles: Der rote Teppich war ausgelegt, die Damen präsentierten sich in den schönsten Kleidern, die Herren erschienen in feinem Zwirn und die Augen aller Anwesenden blitzten mit den für eine Erinnerung sorgenden Kameras um die Wette. 79 Abiturientinnen und Abiturienten hatten sich zusammen mit Eltern, Freunden und Bekannten im Bürgerhaus eingefunden, um mit dem Kollegium den Abschluss einer gemeinsamen Schulzeit und einen beachtlichen Gesamtdurchschnitt von 2,4 zu feiern. Und wie bei den Oscars auch, wurde gekonnt und einfallsreich durch den Abend geführt, für den Abijahrgang taten dies Nicole Schwaderer und Thomas Eggers. In ihrer Begrüßungsrede, die die Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus mit Martin Luther Kings Worten "I have a dream" eröffnete, rief sie den Abiturjahrgang 2013 dazu auf, trotz aller Widrigkeiten daran zu gehen, die Welt zu erobern und nicht die Kraft und den Mut zum Träumen zu verlieren, da nur Träume und Visionen den Menschen weiterentwickeln und wichtige Motoren für eben diesen Prozess seien. Das nötige Rüstzeug sei durch die Eltern, aber auch durch die Schule mit praktischen Fähigkeiten und theoretischem Wissen angereichert worden, sodass der Abiturjahrgang bestens darauf vorbereitet sei. Aus Schülersicht ging im Anschluss Norman Büscher in seiner Rede auf Ähnliches ein, der zusätzlich die zum Verwirklichen von Träumen notwendigen Attribute - Fleiß, Disziplin und Selbstbewusstsein - besonders ins Rampenlicht rückte und sich gleichzeitig beim Kollegium für die Vermittlung dieser Werte bedankte. Nach einer Diashow mit Bildern der Absolventinnen und Absolventen aus gemeinsam erlebten Klassen- und Studienfahrten folgten die musikalischen Beiträge der Schülerinnen Hanne Layer, Nicole Schwaderer und des ehemaligen Schülersprechers Adrian Kannegießer, der mit einem selbstgestalteten Rap ebenso wie die Damen das Publikum in seinen Bann zog. Da die Zeugnisse schon am Mittwoch im Kino "Universum" vergeben worden waren, stellte den Höhepunkt des Abends für alle Anwesenden die Vergabe der Preise, Belobigungen und Sonderpreise dar: Abteilungsleiterin Kornelia Müller überreichte 18 Preise und 25 Belobigungen. Besonders hervorzuheben ist dabei der Schüler Maximilian Kühn, der den Traumdurchschnitt von 1,1 erreicht hat. Des Weiteren wurden 19 Sonderpreise bzw. Mitgliedschaften verliehen, darunter drei Preise des Vereins der Freunde und Förderer der Gewerblichen Schule Backnang durch den 1. Vorsitzenden Karl Kaufmann an folgende Schüler: Sportpreis: Björn Kuhn; Preis für hervorragende Leistungen in Bildender Kunst: Nadine Tischer, und ein weiterer Preis für besonderes soziales Engagement an Lisa Semet. Eine weitere Abwechslung boten die akrobatischen Leistungen des TSG Backnang, die Übergabe von Geschenken an die Lehrerschaft, die Lehrerspiele und ein von kreativen Schülern gedrehter Film über den Schulalltag. Eine Abrundung des schönen Abends fand durch eine ganz im Sinne der "Traumfabrik Hollywood" gestalteten Oscarverleihung der etwas anderen Art statt. Und trotz aller Parallelen zum Original in Los Angeles gibt es einen Unterschied: Auch wenn nicht alle einen Preis mit nach Hause nahmen, sind sie doch alle Gewinner.

And the winner is: Ade, Fabian (Preis); Akgün, Orhan; Bas, Mustafa; Bäuerle, Dennis; Bernlöhr, Lisa Marie (Belobigung); Biernat, Lea-Clara; Binder, Sven (B); Blestel, Katharina; Böhringer, Isabel (B); Brandl, Tobias (B); Braun, Björn; Brundrett, Jannik; Büscher, Norman (P, Scheffelpreis); Cubelic, Tessa Marijana; Dik, Artur (B); Duhnsen, Jan-Gerrit; Eberhardt, David (P, DPG-Mitgliedschaft); Eggers, Thomas (B); Ehleiter, Laura-Marie (B); Feyhl, Chris; Freier, Lena (P, Paul-Schempp-Preis); Fritz, Michael (B); Gerst, Naemi Elisa (B); Grigoriadis, Christos; Harsch, Caroline; Häußermann, Nina; Hecht , Waldemar; Hug, Benjamin (B); Ilse, Brit Kristin (B); Jochim, Yannick (B); Jungerth, Andreas (P, Vorschlag Deutsche Studienstiftung, DPG-Mitgliedschaft); Kalafatci, Deniz (B); Kannegießer, Adrian; Kleinmann, Linda (P); Klenk, Markus (B); Klöpfer, Jan; Koschinat, Hanna (P, Kirchenbezirkspreis); Kuhn, Björn (FV: Hervorragende sportliche Leistungen); Kühn, Maximilian (P, Ferry-Porsche-Preis für die beste Leistung im technischen Profilfach, Mathematik und Physik, DPG-Mitgliedschaft); Layer, Hanne (B); Lecsko, Florian; Liebscher, Johannes; Löchner, Sven (P); Loth, Marc; Maier, Alexander; Mauser, Lea; Merkle, Maximilian; Müller, Larissa; Nick, Alexandra (P, Buchpreis der Deutschen Mathematikervereinigung, Vorschlag Deutsche Studienstiftung, Preis für hervorragende Leistungen in Gestaltungs- und Medientechnik); Ohlmann, Paul-David; Ostrowski, Gabriela; Özkan, Jiyan; Peyer, Kilian (B); Pfeifer, Moritz (B); Reupert, Adam (P, Buchpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker); Ruoß, Christian (B); Schäffer, Dominik; Schmid, Marcel; Schober, Sven (P); Schreyer, Julian (B); Schwaderer, Nicole; Schwaderer, Till (B); Schweizer, Kevin; Selcuk, Talha; Semet, Lisa (FV: Soziales Engagement); Senge, Julia (P); Staudenmaier, Micha (P, DPG-Mitgliedschaft); Steinbach, Fabian (B); Tischer, Nadine (P, FV: Hervorragende Leistungen in Bildender Kunst); Trefz, Tobias (B); Voß, Marcella (B); Wahl, Lena-Marie (B); Weber, Alexander (P, DPG-Buchpreis und DPG-Mitgliedschaft); Weishaar, Benedikt (B); Wiedmann, Anja (P, Vorschlag Deutsche Studienstiftung); Wollwage, Oliver ; Zaiser, Lukas; Ziegler, Anna; Ziegler, Benjamin (P)

Ein meisterlicher Jahrgang

Zwei Jahre lang haben sich die Meisterschüler der Gewerblichen Schule Backnang im Handwerk Feinwerktechnik (Maschinenbau) berufsbegleitend pro Woche 18 Schulstunden an mehreren Tagen abends und an den Schulsamstagen auf die Prüfung vor der Handwerkskammer Stuttgart vorbereitet.

Am Ende des ersten Ausbildungsjahres erfolgte die Prüfung im Teil III und IV (Rechnungswesen, Rechtskunde, Berufs- und Arbeitspädagogik). Mit Abschluss des zweiten Jahres wurden die Teile I und II (Fachpraxis mit CNC-Technik und die Fachtheorie mit Feinwerktechnik, Mathematik, Konstruktion, Kalkulation sowie die Fächer Auftragsabwicklung und Betriebsorganisation) geprüft.

Am 5. Juli haben sie nun feierlich ihr Zeugnis überreicht bekommen. Der Dank der Klasse ging an alle unterrichtenden Kollegen, die über ihre Pflicht hinaus die Schüler in ihrem Vorhaben unterstützten, die schulischen Anforderungen zu meistern und sie auf die Herausforderungen ihrer künftigen Aufgaben vorzubereiten. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: von den 21Schülern haben 7 einen Preis und 6 eine Belobigung erhalten.

Ein Zeugnis erhielten:

Bekaj, Edmond (B); Bergen, Matthias (P); Böhringer, Joe (P); Fink, Matthias (P); Franke, Sven; Fuchs, Timo (B);Gogel, Dennis; Griesheimer, Benjamin (P); Haag, Florian; Hintersehr, Frank (B); Kleeh, Timo (P); Lazaridis, Christos (B); Miller, Konstantin; Nein, Walter; Ortwein, Christian; Rudolph, Pascal, Schwarz, Marc (B); Simseksoy, Vedat, Stutz, Corin (P); Tomsic, Daglas (B); Töws, Kornelius (P), Ziegler, Philip

„Gegen spießbürgerliche Moral“

Bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich der Bücherverbrennungen vor 80 Jahren kehren Oberstufenschüler der Gewerblichen Schule Backnang die perfiden Feuersprüche der Nazis ins Gegenteil.

Zum Artikel der Backnanger Kreiszeitung

HighTech Ideen an der Gewerblichen Schule Backnang

Die Gewerbliche Schule Backnang versteht sich als innovativer Partner in Bildung und Ausbildung und organisierte in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer und Ausbildungspartnern das nun 2. Backnanger Technologieforum mit dem Schwerpunkt Energietechnik an Heim und Haus, welches am Donnerstag, 16. Mai 2013 stattfand.

In der neuen Aula und dem Pausenhof der Gewerblichen Schule warteten neben einer Fachausstellung namhafter Unternehmen höchst interessante Vorträge zur aktuellen Diskussion rund um das Thema auf Sie. Zum einen „Energieeffizienzsteigerung an Gebäuden" vom stellvertretenden Leiter der Abteilung Wärmetechnik des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Stuttgart, Dipl. Ing. Johann Reiß, und zum anderen „Nachhaltige Energietechnik" vom Geschäftsführer Solare Energiesysteme/ Bauphysik und Mitarbeiter des Forschungszentrums der Hochschule für Technik in Stuttgart, Dr. Dirk Pietruschka .

Zum Artikel der Backnanger Kreiszeitung

Bildungspartner bei der Arbeit

Es gibt Jugendliche, die nicht wissen, welchen Beruf sie später ergreifen möchten, und Jugendliche, die diese Frage für sich zwar schon beantwortet haben, aber keinen Ausbildungsbetrieb finden.

Dieses Problem ist nicht neu, die Umsetzung eines Hilfestellung gebenden Ansatzes schon: Damit die Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Schule Backnang einen Einblick in das breite Feld der Ausbildungsmöglichkeiten erhalten und so ihre Berufswahl erleichtert bzw. ihnen eine Alternative zu ihrem Traumberuf aufgezeigt wird, fand letzte Woche bereits zum zweiten Mal die Bildungspartnerschaftswoche für die Sekundarstufe I statt. Während dieser stellten sich die teilnehmenden Bildungspartner -Fa. Mulfinger, Kfz-Innung Stuttgart, Fa. Burger Schloz, Fleischer Innung Rems-Murr, Firma Alfred Giesser Messerfabrik und Fa. Hainbuch- den Jugendlichen aus der Zweijährigen Berufsfachschule und den Berufsvorbereitenden Klassen vor, beantworteten Fragen zu den einzelnen Ausbildungsberufen und gaben in Kooperation mit den Werkstätten konkrete Einblicke in die Praxis der jeweiligen Berufsfelder. Nur durch die rege Teilnahme der Bildungspartner war dies realisierbar und hat den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur Information und Berufsfindung gegeben, wofür sich die Gewerbliche Schule Backnang recht herzlich bedankt.





Duale Ausbildung als Exportschlager

Internationalen Besuch empfing jetzt die Gewerbliche Schule Backnang

Auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Christian Lange besuchte eine sechsköpfige parteiübergreifende portugiesische Delegation die Bildungsstätte, um sich über das duale Ausbildungssystem zu informieren.

Artikel der Backnanger Zeitung

Eine echte Alternative

Kürzlich fanden die alljährlichen Informationsabende des Technischen Gymnasiums und der Zweijährigen Berufsfachschule der Gewerblichen Schule Backnang statt.

Vor allem Schülerinnen und Schüler, die dieses oder nächstes Schuljahr ihre Haupt-oder Realschulabschlussprüfung absolvieren werden, konnten sich mit oder ohne Eltern ein Bild über das vielfältige Angebot machen, das die Gewerbliche Schule im Bereich der Vollzeitschulen bietet. Neben den grundsätzlichen Informationen zu den Schularten selbst und deren Aufnahmevoraussetzungen wurden auch ganz individuelle Fragen beantwortet. Doch der Schwerpunkt des Abends sollte nicht auf den theoretischen Grundlagen liegen: In geführten Rundgängen durch das Schulgebäude konnten die Besucher ein genaues Bild der Labors, Werkstätten und Computerräume gewinnen, in Gesprächen mit Schülern und Lehrern ihre Neugierde befriedigen oder ihre Zweifel bezüglich des zu wählenden Profils ausräumen.

Hohe Schülerzahlen und die erfolgreichen Abitur- und Fachschulprüfungen der letzten Jahre zeigen, dass die beruflichen Vollzeitschulen  bewährte Alternativen zum Erlangen der mittleren Reife bzw. Hochschulreife darstellen.

86 gegen den Fachkräftemangel Erfolgreiche Auszubildende an der Gewerblichen Schule Backnang ausgezeichnet – Praktische Prüfung folgt im Februar

„Mit 86 Auszubildenden halten wir gegen den Fachkräftemangel“, denn im nächsten Jahr sollen laut Medienberichten 260000 Gesellinnen und Gesellen fehlen. Das sagte Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus vor den Auszubildenden, ihren Eltern und Lehrern sowie Firmenvertretern bei der Verabschiedung des Jahrgangs, von dem 39 einen Preis oder eine Belobigung erhielten.

Sowohl die Elternbeiratsvorsitzende Sabine Ehleiter als auch der für die IHK-Bezirkskammer Rems-Murr anwesende Steffen Kögel überbrachten Glückwünsche. Sie riefen die Prüflinge auf, das Potenzial ihrer Arbeitskraft der deutschen Wirtschaft zur Verfügung zu stellen und ihre Fachkenntnisse weiter auszubauen, aber „bei allem Ehrgeiz nicht das Privatleben und die Lebenszeit zu vernachlässigen". Für die Azubis aus den Bereichen Nahrung, Metall, Fachinformatik und Elektronik sprachen Peter Schreiber und Nils Lange. Sie machten an ihren Berufen die Qualität der dualen Ausbildung deutlich, die „eine gute Grundlage liefert, auf der sich eine Zukunft aufbauen lässt." Als wichtiger Bestandteil sei auch die praktische Prüfung zu sehen, die noch zu absolvieren ist und den endgültigen Abschluss der Ausbildungszeit und gleichzeitig den Start ins Berufsleben markiert. Dass es bei der Ausbildung nicht nur auf fachliche, sondern auch auf soziale Qualifikationen Wert gelegt wird, zeigt der Sonderpreis für besonderes soziales Engagement, den der Vorsitzende des Fördervereins der Gewerblichen Schule, Karl Kaufman, an Peter Schreiber (Eisele Pneumatiks GmbH, Waiblingen) überreichte. Den in diesem Prüfungsdurchgang zum vierten Mal an Auszubildende überreichten Scheffelpreis für herausragende Leistungen im Fach Deutsch erhielt Nils Lage (KK Elektrotechnik GmbH, Backnang). Die Gewerbliche Schule Backnang gratuliert den Auszubildenden und wünscht ihnen für die praktische Prüfung viel Erfolg.

Folgende Absolventen haben die Prüfung mit Auszeichnung bestanden: Industriemechaniker Klenk, Michael (P), Demirok, Ramazan (B), Gruber, Markus (B), Mauser, Christoph, Ostertag (B) (alle Fa. HES), Benz, Kevin (P), Kurz, Philipp (B), Mitterberger, Markus (B) (alle Fa. Sortimat), Ruß, Michael (P), Morgel, Eduard (B), Stiegler, Katja (B), Ziegler, Robin (alle Fa. Kärcher), Fuchß, Benjamin (B) (Fa. MBO), Schillinger, Kai (B) (Fa. Bosch), Weirich, Fabrice (B) (Fa. Höfliger)

Feinwerkmechaniker Schreiber, Peter (P) (Fa. Eisele Pneumatiks), Janetzko, Maximilian (B) (Fa. Kähny), Mohl, Dennis (B) (Fa. Rogatti)

Kfz-Mechatroniker Braun, Lars (P) (Fa. Burger Schloz), Cyron, Alexander (P) (Fa. Hahn), Dorn, Pascal (P), Hartmann, Robin (P) (beide Fa. Mulfinger), Schlund, Benjamin (B) (Fa. Ahaus), Strassner, Marco (B) (Fa. Fälchle), Weber, Benjamin (P) (Fa. Class), Windmüller, Florian (P), (Fa. Lorinser),

Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk Bäckerei Ade, Christin (P) (Bäckerei Schöllkopf), Alert, Denise (P) (Bäckerei Wiedmaier)

Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk Fleischerei Fonseca, Raffael (P) (Fa. Kühnle), Stellmach, Daniela (P) (Fa. Setzer)

Elektroniker für Geräte und Systeme Belz, Jan-Tomek (P), Haas, Anna-Maria (B) (beide Fa. Vossloh-Schwabe), Lange, Nils (P) (KK Elektrotechnik), Gassen, Martin (P), Waldvogel, Patrick (P), Burkhardt, Robert (B) (alle Fa. Tesat Spacecom), Gastmann, Dirk (B), Seitter, Mario (B) (beide Murrelektronik), Diebold, Marc (B) (Fa. Friedrich Lütze), Baumgart, Julian (B) (Fa. Roche PVT)

Fachinformatiker Hartmann, Daniel (P) (Fa. Erwin Renz), Lehmann, Kristina (P) (Fa. Eckhardt)

Gut informiert durchstarten

Coaches informieren die Jahrgangsstufe 1 der Gewerblichen Schule Backnang über die vielfältigen Möglichkeiten der MINT-Berufe

Da die Wirtschaft dringend Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sucht, müssen zukünftig im Wirtschafts- und Innovationsstandort Baden-Württemberg mehr Jugendliche für ein Studium oder eine Ausbildung in den technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen gewonnen werden. In Kooperation des Landes Baden- Württemberg mit der Agentur für Arbeit wurde im Februar dieses Jahres das Programm COACHING4FUTURE vereinbart, welches am 21.09.2012 an der Gewerblichen Schule umgesetzt wurde. Dabei bekamen Schülerinnen und Schüler mit einem multimedialen und interaktiven Informationsangebot einen Einblick, welche           Bedeutung Technik und Naturwissenschaften für ihren Alltag und ihre Zukunft haben und welche attraktiven beruflichen Perspektiven sich daraus für sie ergeben können. Die Coaching-Teams stellten anhand konkreter Beispiele innovative Produkte und Forschungsansätze aus den unterschiedlichsten Bereichen vor und begeisterten die Jugendlichen beispielsweise durch ressourceneffiziente Biofasern aus Reststoffen von Milch, präzise ausgeführte Operationen von Roboterarmen und biologisch abbaubaren Kunststoffen. Nicht zuletzt sorgten interaktive Live-Experimente wie der Bau einer selbsttragenden Konstruktion für „Aha-Momente“. Nach der Veranstaltung steht das Portal www.coaching4future.de als ständige Recherchequelle und Wegbegleiter für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, um die Frage zu klären: „Welche MINT-Studienfächer passen zu mir?“   

Dr. Silke Fanta, Diplombiologin im Fach Agrarökologie beim Coaching.
Dr. Silke Fanta, Diplombiologin im Fach Agrarökologie beim Coaching.

Kraftfahrzeuginnung und Gewerbliche Schule Backnang starten bundesweit einmaliges Pilotprojekt

Gurtstraffer und Airbag – was haben die beiden miteinander gemeinsam? Sie müssen, wenn es darauf ankommt, in Sekundenbruchteilen funktionieren und warten jahrelang auf diesen einen Einsatz: „Beides sind Bauteile, die qualifiziert gewartet werden müssen“, sagt Obermeister Klaus-Dieter Schaal von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Was sich wie selbstverständlich anhört, ist jetzt Basis eines bundesweit einmaligen Pilotprojektes. Die Innung hat das Berufskolleg der Gewerblichen Schule in Backnang ausgewählt, damit die jährlich rund 20 Absolventen des Berufskollegs die inzwischen notwendigen Zusatzausbildungen in vier Bereichen zwischen schriftlicher und praktischer Gesellenprüfung machen können und nicht erst im Anschluss an die Ausbildung wie üblich. Damit „kommen sie als komplett ausgebildete Kraftfahrzeugmechatroniker zu ihren Arbeitgebern“, sagt Klaus-Dieter Schaal. Das Modell war nicht leicht durchzusetzen, „ich musste dafür bis nach Bonn gehen“.

Die Kraftfahrzeuginnung gibt damit, wie bei der Einführung des Berufskollegs selbst, neue Impulse für die Ausbildung. Sie baut damit das Modell der Berufskollegs aus, durch deren Schaffung Klaus-Dieter Schaal der „Vater der Berufskollegs" wurde, denn auch die begannen in der Region Stuttgart. Standard in der Ausbildung ist im Moment, dass Kraftfahrzeugmechatroniker ihr Berufsleben derzeit normalerweise mit einer Extraschulung im Anschluss an die Ausbildung anfangen. Dass am Ende der Berufsausbildung gleich Zusatzausbildungen anstehen, ist „der rasanten technischen Entwicklung unsere Autos geschuldet", sagt Klaus-Dieter Schaal.

Dabei geht es um vier Bereiche: „Abgas, Klimaanlagen, Hochvolt, Airbag und Gurtstraffer", zählt Uli Schöller, Fachabteilungsleiter an der Gewerblichen Schule Backnang auf, wenn er gefragt wird, welche Ausbildungsbereiche die neuesten sind. Die Abgasausbildung sorgt für saubere Luft, die Klimaanlage sorgt für Komfort, Airbag und Gurtstraffer für Sicherheit, alle vier für zusätzliche Ausbildungsanforderungen, denen jetzt mit dem Pilotprojekt Rechnung getragen wird. Um technisch auf der Höhe zu sein, bekam die Gewerbliche Schule jetzt aktuell einen AU-Tester und ein Klimagerät von der Innung. Dazu kommen die „hochkarätigen Schulungen für die Berufskollegiaten, die die Innung bezahlt", sagt Klaus-Dieter Schaal.

Um was es dabei geht, zeigt das Thema Airbag. Sprengstoff im Auto ist durch ihn inzwischen Alltag, „gefährlich wird's nur, wenn unqualifiziertes Personal rumbastelt", sagt Klaus-Dieter Schaal. Was ein plötzlich unnötig ausgelöster Airbag auslösen könnte, kann sich jeder vorstellen: „Seit neue Techniken mit Sprengkapseln für Airbags und Gurtstraffer im Fahrzeugbau Einzug gehalten haben, verlangen die staatlichen Gewerbeaufsichtsämter einschlägiges Fachwissen von Auto-Reparaturbetrieben", heißt es bei der Technische Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (TAK). Deren Ausbilder kommen künftig im Rahmen des Pilotprojektes direkt nach Backnang.

Das Projekt läuft bis Ende 2015, „dann werden wir sehen, wie sich das Thema weiter entwickelt hat", sagt Klaus-Dieter Schaal. Alle Seiten profitieren von dem Projekt, sagen der Obermeister und Oberstudiendirektorin Dr. Fleuchaus: Die Betriebe, denn die Berufskollegiaten bringen das Wissen bereits mit, das sonst erst in Extrakursen vermittelt werden muss. Die Berufskollegiaten, denn die Zusatzausbildung ist kostenfrei und ihre Übernahme- oder Einstellungschancen steigen durch die erhöhte Qualifikation. „Der Kfz-Meisterbetrieb kann seinen neuen Mitarbeiter ohne weitere Schulung einsetzen und wird finanziell entlastet, das Ausbildungszentrum erhöht seine Kompetenz und wird damit interessanter für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe", steht dazu in der Vereinbarung die beide unterschrieben haben.

Die Innung hat das Projekt geplant und durchgesetzt. Sie trägt die Kosten für die Ausbildungsunterlagen und die Zertifikate und steuert die Umsetzung. „Mit der Gewerblichen Schule in Backnang haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir uns gute Erfolgschancen ausrechnen", sagt Klaus-Dieter Schaal. Um welchen Erfolg geht es?„Wir wollen herausfinden, wie sich die heutigen Zusatzausbildungen am besten in die Lehrpläne und die Ausbildungsgänge einbauen lassen", sagt Klaus-Dieter Schaal „denn mittelfristig muss dieser Ausbildungsweg aus unserer Sicht zum Standard werden." Die ständige Weiterentwicklung der qualifizierte Ausbildung sei eine Daueraufgabe, die sicher auch für weitere Pilotprojekte gut sei: „Die weitere Entwicklung, beispielsweise bei den Fahrassistenzsystemen sorgt jetzt schon für zusätzlichen Bedarf."

Bildungspartnerschaften in Stahl und Stein gegossen

Regelmäßig jedes Jahr am letzten Wochenende im Januar öffnet die Gewerbliche Schule Backnang ihre Türen und zeigt die vielfältige Qualität der Ausbildung in den unterschiedlichen Schularten der Schule. Neben Vorträgen, Informationsständen und Anschauungsunterrichten wurde dieser Tag am letzten Wochenende gewählt, um die Verbundenheit mit den dualen Partnern aus Industrie und Handwerk sozusagen in Stahl und Stein zu gießen. Als Symbol hierfür steht nun im Eingangsbereich der Schule eine Stele mit den Logos aller 22 Bildungspartner, die in einem Festakt am Nachmittag des Infotages feierlich der Öffentlichkeit übergeben wurde.

Seit ca. zwei Jahren bestehen die ersten Bildungspartnerschaftsverträge der Gewerblichen Schule in Backnang mit Betrieben und Unternehmen der Region. Deren Vertreter engagieren sich zwar schon immer zusammen mit Lehrerinnern und Lehrern in vielfältiger Weise in der beruflichen Ausbildung. Diese Zusammenarbeit, so die Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus bei ihrer Festansprache, wird nun aber durch die vertragliche und inhaltliche Fixierung intensiviert und erhält eine neue Qualität.

Während einer dem Festakt vorausgehenden Schulführung konnte sich die große Schar der Gäste von der qualitativ hochwertigen Ausbildung in den Werkstätten der Schule überzeugen. Während des Rundgangs nahm die Schulleiterin einen nagelneuen Mercedes Benz SL 350 Cabrio und einen Smart Diesel CDI mit Rußpartikelfilter aus der Hand des Geschäftsführers der Firma Burger Schloz, Herrn Link, ebenfalls einem Bildungspartner, in Empfang. Diese Spende der Daimler Benz AG wurde durch Mithilfe der Innung des KFZ Handwerks der Region Stuttgart ermöglicht und umfasst ein Gesamtvolumen von über hunderttausend Euro. Beide Fahrzeuge sind mit modernster Technik ausgestattet, wodurch wird der Fahrzeugpark der Gewerblichen Schule Backnang deutlich aufgewertet wird. Dies trägt auch der Notwendigkeit Rechnung, so Herr Link bei der feierlichen Übergabe der Schlüssel, die berufliche Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker an einer Schule, die im letzten Jahr den Preis „Beste Berufsschule im KFZ-Handwerk" gewonnen hat mit größter Innovation bei bester technologischer Ausstattung durchzuführen.

Durch derartige Netzwerkarbeit werde eine Schule, so die Schulleiterin, zu einem Haus der Zukunft, das Chancen eröffnet und Wege zeigt hin zu einem gesicherten Leben, deren Grundlagen solide Bildungs- und Berufsabschlüsse sind. Stolz sei man deshalb, dass diese Stele täglich alle in der Schule Aktiven daran erinnere, dass man nicht alleine sei, sondern gemeinsam mit den Partnern alle Anforderungen der Zukunft bewältigen könne. Das engagierte Kollegium der Schule erfuhr deshalb auch besonders lobende Worte von der Schulleiterin, denn die Lehrer haben diese Stele selbst entworfen, gebaut und erstellt. Das von den Bildungspartnern hierfür gespendete Geld gibt die Schule auf ein Spendenkonto beim Landkreis weiter. Von dort erhalten alle Jugendlichen, vor allem die der fünf berufsvorbereitenden Klassen im Ganztagesbetrieb, Unterstützung, wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen.

Michael Krüger, Abteilungsleiter Berufliche Schulen am Ministerium für Kultus und Sport, lobte das hohe pädagogische Engagement und bedankte sich von höchster Stelle aus bei dem innovativen Kollegium der Schule. Man wisse im Ministerium, was die Lehrerinnen und Lehrer da draußen im Land leisten und zolle ihnen Respekt und Dank, so Krüger in seiner Festansprache. Die Enthüllung der Stele nahm er dann, begleitet vom Gesang des neuen Schulchors unter der Musiklehrerin Mariam Sedequi, zusammen mit der Schulleiterin unter dem Beifall der großen Zahl der anwesenden Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vor.

Die Grußworte der IHK überbrachte deren Präsident im Rems-Murr-Kreis, Claus Paal. Bildungspartnerschaften in dieser großen Anzahl seien vor allem in der ländlichen Region im Rahmen einer Netzwerkarbeit von großer Bedeutung und sicherten, so Paal, Ausbildungsabschlüsse der Zukunft. Der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr, Roland Wöhr, sprach von einem einmaligen Engagement der Schule und lobte die Idee, Partnerschaften in Form einer Stele in der Schule als Zeichen der Verbundenheit und Mahnung an gemeinschaftliches Arbeiten visuell darzustellen. Gernot Gruber berichtete als Landtagsabgeordneter von den neuen Erfolgen der Regierung in der Sicherung der Lehrerversorgung und zur Unterstützung der Schulen vor Ort. Dass gerade in Backnang Ausbildung so gedeihlich gelinge, das fordere ihn als Vertreter des Rems-Murr-Kreises geradezu heraus, sich noch mehr für die Stärkung der beruflichen Bildung auf politischer Schiene einzusetzen. Dem pflichtete der Vertreter der Bildungspartner, Markus Höfliger, in seiner Rede bei. Es braucht gerade in der Region eine verlässliche Zusammenarbeit in der Ausbildung, um die Nachwuchsfindung zu fördern. In der Gewerblichen Schule sei dies in vielfältiger Weise realisiert und deshalb engagiere man sich als Bildungspartner auch gerne in der gemeinsamen Ausbildung junger Menschen.

Der anschließende Stehempfang diente als Rahmen, um in einem neuen Bereich der Fachschulen für Technik mit sechs Unternehmen der Region Partnerschaftsverträge abzuschließen. Die Kollegen der Nahrungsabteilung hatten hierzu ein Festbuffet mit eigenen erstellten Produkten serviert, das das Lob aller Anwesenden fand. In vielfältigen Gesprächen feierten Lehrer und Schüler anschließend gemeinsam mit betrieblichen Vertretern, mit Gästen aus Politik und Gesellschaft einen Tag, der in die Geschichte der Schule als wichtiger Meilenstein für die Sicherung des Ausbildungsstandortes eingehen wird.




Beste Berufsschule 2011

Vorbildliche Strukturen in der Ausbildung an der Gewerblichen Schule Backnang. Der am 7.10. in Würzburg verliehene Preis "Beste Berufsschule" im Kfz-Gewerbe zeichnet laut Ausschreibungstext "Einrichtungen aus, die vorbildlich die geforderte Fach- und Sozialkompetenz vermitteln und dieses Wissen in vielfältiger Weise an die Schüler und Auszubildenden weitergeben." Mit dem Preis würdigen die Redaktionen »autoFACHMANN«, »autoKAUFMANN« und »kfz-betrieb« die wichtige Rolle, die die Berufsschulen als Partner des Kfz-Gewerbes im Ausbildungssystem übernehmen.

Der am 7.10. in Würzburg verliehene Preis "Beste Berufsschule" im Kfz-Gewerbe zeichnet laut Ausschreibungstext "Einrichtungen aus, die vorbildlich die geforderte Fach- und Sozialkompetenz vermitteln und dieses Wissen in vielfältiger Weise an die Schüler und Auszubildenden weitergeben." Mit dem Preis würdigen die Redaktionen »autoFACHMANN«, »autoKAUFMANN« und »kfz-betrieb« die wichtige Rolle, die die Berufsschulen als Partner des Kfz-Gewerbes im Ausbildungssystem übernehmen. Unter der Schirmherrschaft des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) vergaben die Fachmagazine für die Kfz-Branche in diesem Jahr zum dritten Mal den Preis „Beste Berufsschule".

Siegfried Schulz von der Firma „Lucas Nülle" begründete den ersten Platz damit, dass an der Gewerbliche Schule Backnang "berufs- und berufsfeldübergreifende Qualifikationen vermittelt, [...] ein differenziertes, flexibles Bildungsangebot gewährleistet und die Erfordernisse der Arbeitswelt sowie der Gesellschaft berücksichtigt [werden]. Auch ein handlungsorientierter Unterricht, der junge Menschen zu selbstständigem Planen, Durchführen und Beurteilen von Arbeitsaufgaben befähigt" [...], ließ die Wahl aus ca. 90 teilnehmenden Schulen auf die Backnanger Berufsschule fallen. Diese hatte sich mit ihrem alljährlich stattfindenden Projekt "Einsatz von Lernfeldfahrzeugen" in der einjährigen und zweijährigen Kfz-Berufsfachschule" um den 1.500 € dotierten und bundesweit ausgeschriebenen Preis beworben.

Die Idee hinter dem Projekt ist einfach aber genial: Um den Praxisbezug in Verbindung mit der Eigenverantwortung der Schüler zu stärken, werden jedes Schuljahr sogenannte „Lernfeldfahrzeuge" eingesetzt, bei denen es sich um Personenkraftwagen handelt, die vor ihrer Entsorgung stehen, aber noch im Straßenverkehr bewegt werden. Durch die Verwendung solcher Automobile wird ein hoher Praxisbezug geschaffen, da sich die Fahrzeuge in einem reparaturbedürftigen Zustand befinden und fast alle Fehlerbilder, die auch im Werkstattalltag vorkommen, aufweisen. Somit können im Zusammenspiel mit dem modernen Fuhrpark der Schule nahezu alle auch in der Praxis vorkommenden Arbeitsaufträge abgebildet werden. Die für dieses Projekt benötigten Fahrzeuge verschiedener Marken werden in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben und mit großem Einsatz des Kollegiums bereitgestellt, was zum einen den Austausch zwischen Betrieb und Berufsschule intensiviert und zum anderen zur Qualitätssteigerung der Ausbildung an der Gewerblichen Schule Backnang beiträgt. Den Preis durften am Freitag unterrichtende Lehrer, teilnehmende Schüler und die Schulleitung bei einer feierlichen Übergabe im Vogel Convention Center in Würzburg entgegennehmen.

„Der Preis stellt eine großartige Bestätigung für die schon seit langem im Kfz-Bereich stattfindende Projektarbeit dar und macht deutlich, dass die Gewerbliche Schule mit ihrem Ausbildungskonzept und in enger Zusammenarbeit mit den Betrieben und Innungen zu qualifiziertem Knowhow von jungen Menschen im Bereich des Kfz-Gewerbes beiträgt", freute sich Schulleiterin Dr. I. Fleuchaus über die Auszeichnung.

Die Fachschule für Technik in Backnang verabschiedet 24 staatlich geprüfte Techniker- Fachrichtung Maschinentechnik.

Große Freude und viel Stolz waren bei der Verabschiedung der staatlich geprüften Techniker zu spüren, Freude über die erfolgreiche Zeit an der Fachschule und Stolz über die herausragenden Leistungen. Der Kursdurchschnitt lag bei 1,9!