Sponsoring und toller Service

Azubis helfen beim „Jüngsten Gerücht". LIV, Innungen Stuttgart und Rems-Murr spendieren Naturalien.


Von Monika Mathes


 

Fellbach Als die Stiphtung (absichtlich mit „ph" geschrieben) von Christoph Sonntag bei der Geschäftsstelle des Landesinnungsverbands Baden-Württemberg in Stuttgart anklopfte und um Unterstützung bat, rannte der deutschlandweit bekannte Kabarettist dort offene Türen ein.

Ganz konkret ging es Sonntag um ein Sponsoring. Er bat die Fleischer, seine dem Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg nachempfundene Veranstaltung „Das Jüngste Gerücht" zu unterstützen.

Landesgeschäftsführer Ulrich Klostermann wollte da gern helfen, fand aber: „Sinnvoller als eine Geldspende erscheinen uns fleischertypische Naturalien." Deshalb stifteten LIV sowie die Innungen Stuttgart-Neckar-Fils und RemsMurr die fleischlichen Zutaten für den Gaisburger Marsch, der den Gästen der Veranstaltung in der Fellbacher Alten Kelter mit frischen Laugenbrezeln serviert wurde. Das Rindfleisch für das traditionell schwäbische Eintopfgericht lieferte die Stuttgarter Mega. Die Zubereitung der insgesamt 1500, in hübschen Gläschen angerichteten Portionen, hatte der Fellbacher Caterer Jürgen Hess übernommen.

Zusätzlich zur Fleisch-Spende kam der Landesverband noch auf die Idee, das „Jüngste Gerücht" mit Servicepersonal zu unterstützen. In Absprache mit den VerantwortliChen der Stuttgarter HoppenlauSchule und der Gewerbeschule Backnang fanden sich insgesamt 25 Nachwuchskräfte aus dem Fleischerhandwerk in Fellbach ein. Sie wurden begleitet von den Fachlehrerinnen Petra Hanser-Cichos, Renate Kitzinger und Andrea Matthes (Hoppenlau-Schule) sowie Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus und Ingrid Möhrle (Gewerbeschule Backnang). Die jungen Leute und die Pädagogen erhielten einheitliche, elegante schwarze Outfits, unübersehbar mit dem roten f-Logo bestickt. Bereits am Vortag half eine kleine Gruppe beim Aufbau und beim Eindecken der Tische mit.

Spannend wurde es, als sich die baden-württembergische Politprominenz in Fellbach versammelte. Neben „Landesvater" Winfried Kretschmann waren etliche Staatsminister gekommen. Thomas Strobl (Inneres), Edith Sitzmann (Finanzen), Susanne Eisenmann (Kultus), Winfried Hermann (Verkehr), franz Untersteller (Umwelt), Theresia Bauer (Wissenschaft), dazu die Fraktionschefs von CDU, SPD und FDP sowie Landtagspräsidentin Muhterem Aras ließen sich von Bruder „Christophorus" Sonntag in einer Fastenpredigt die Leviten lesen und sich tüchtig durch den Kakao ziehen. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann blieb davon nicht verschont. Als er beim Fassanstich 16 Schläge brauchte, um den „Hellen Bock" von Schwabenbräu anzustechen, ermunterte ihn Sonntag: „Stellen Sie sich vor, das Fass ist der Alexander Dobrindt." Vor der Fernsehaufzeichnung durch den Südwestdeutschen Rundfunk hatten wiederum die Azubis aus dem Fleischerhandwerk ihren Auftritt: Sie servierten den Gaisburger Marsch und sorgten - mit sehr viel Spaß an der Sache — während der folgenden Stunden für ständigen Getränkenachschub.

„Das Ganze war eine tolle Werbekampagne fürs Heischerhandwerk und seine Ausbildungsberufe", betont Klostermann stolz: „Unsere Schüler gaben als wandelnde Litfasssäulen eine Top-Figur ab." Auch Christoph Sonntag bedankte sich coram publico bei den engagierten jungen Leuten. Und die f-Marke prangte nicht nur auf der Kleidung, sondern auch auf Eintritts- und Tischkarten. I afz 9/2018

 

 

Mit Freude und Engagement im Einsatz: Schüler der Hoppenlau- und der Gewerblichen Schule Backnang hatten beim „Jüngsten Gerücht" in der Alten Kelter in Fellbach gemeinsam mit ihren Lehrkräften einen großen Auftritt. Foto: LIV

 

 

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